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NAK Tuinbouw
 
GEDIFLORA
Schierveldestraat 14
B-8840 Oostnieuwkerke
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Fax +32 (0)51 22 22 49
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Wir enthalten uns einer detaillierten Darstellung der verschiedenen Anbausysteme, denn es gibt einfach zu viele und zu verschiedene Systeme. Wir beschränken uns hier auf einige Aspekte, die interessant sind. Wünschen Sie mehr detaillierte Auskünfte oder haben Sie spezifische Kulturfragen, zögern Sie nicht mit uns Kontakt auf zu nehmen.
 
1. Containerfeld
 
Anbautechniken werden in rasendschnellem Tempo weiterentwickelt und müssen manchmal durch äußere Einflüsse beeinflusst werden. Wir glauben, dass der Anbau von Chrysanthemen auf Gewebevlies, mit anderen Worten das Containerfeld, das Anbausystem der Zukunft sein wird. Diese Umstellung wird sich unter dem Einfluss von Handel und Gesetzgebung weiter ausbreiten. Der Handel will weg von den verschmutzten Töpfen und der Gesetzgeber verschärft die Umweltschutzbestimmungen. Das Containerfeld ist das Anbausystem, das diesen Anforderungen am besten gerecht wird. Was sind die Vor- und Nachteile?

a) Vorteile:
- sauberer Topf
- Wiederverwendung von Gieß- und Regenwasser
- umweltfreundlich: keine Abführung des Gießwassers
- weniger arbeitsintensiv als der Freilandanbau
- unter allen Gegebenheiten einsatzbereit
- Unkrautbekämpfung
- Wurzel bleibt im Topf

b) Nachteile:
- höhere Kosten
 
   
 
   
 
   
 
2. Düngung
 
Der Bedarf an Nährstoffen ist genau so wichtig für die Pflanzen wie für die Menschen. Es empfiehlt sich, den Pflanzen mit jedem Gießen Dünger zuzuführen. Sollte dies über das Gießen nicht möglich sein, werden Düngemittel in fester Form verwendet (über Topfboden, Ausstreuen usw.). Ein regelmäßiges sparsames Gießen mit Dünger ist besser als ein reichliches Gießen ohne Dünger. Ein Mensch lebt auch nicht nur vom Brot allein. Wer viel leistet, ist auf eine ausgewogene gesunde Nahrung angewiesen. Das gilt auch für Pflanzen! Während der Wuchsphase benötigt die Pflanze mehr Stickstoff.

Während der Blühphase benötigt sie mehr Kalium. Die drei Hauptelemente Stickstoff, Phosphat und Kalium sind für jede Pflanze unentbehrlich und müssen dementsprechend bei jeder Düngung zugeführt werden. Außerdem sind in diesem Zusammenhang die Spurenelemente zu nennen. Diese kommen zwar nur in beschränktem Maße vor, sind deshalb aber nicht weniger wichtig!
 
   
 
3. Gesteuerte Kultur
 

a) Ziel:
Das Ziel der Steuerungskultur ist die Pflanzen artifiziell blühen zu lassen äuβerhalb ihrer natürlichen Blütezeit. Das kann wenn man das lange Tageslicht für die Pflanzen artifiziell verkürzt durch Abschirmung des Sonnenlichts (= Verdunkelung).

b) Verdunklung:
Chrysanthemen gehen über von der vegetativen Phase (Wuchsphase) in die generative Phase (Blühphase) sobald die Tage kürzer werden als die Nächte. Das ist bedeutend abhängig von den Zuchtsorten. Einige Zuchtsorten gehen schon nach 11,5 Stunden Verdunkelung über weil andere Sorten manchmal 12,5 Stunden brauchen. Eine Verdunkelung von 13 Stunden ist empfehlenswert damit man eine gleichmäβige Blüte gewährleistet. Blüteinduktion wird angesetzt durch den langen Tag artifiziell zu verkürzen. Damit die Blütenbildung und Blütezeit durch Steuerung manipuliert werden, kann man ab Anfang April bis Anfang September die Pflanzen verdunkeln. Die Nächte sind von Natur aus genügend lang um Blüte zu erhalten zwischen den 1. September und den 1. April.

Sowohl innerhalb als auβerhalb des Gewächshauses ist eine Verdunkelung möglich. Kunststoff (>0,007 mm) oder Gewebe (z.B. PH-1) sind geeignete Materiale für die Verdunkelung. Es gibt verschiedene Verdunkelungsweisen aber sie sind abhängig von der Kunststoff- oder Gewebesorte die verwendet wird. Eine Gewebekonstruktion die nicht mit den Pflanzen in Berührung kommt, kann gebaut werden. Sonst kann man auch ein auf den Pflanzen ruhendes Gewebe verwenden. Hierbei müssen die äuβeren Topfreihen davon geschützt werden, daβ sie nicht umgestoβen werden beim Auf- oder Zumachen dieses Gewebes. Selbstverständlich kann man auch eine vollautomatische Verdunkelungsabschirmung im Gewächshaus einrichten.

 
   
 

c) Reaktionszeit:
Die Zeit zwischen dem Anfang der Verdunkelung bis zur Blütezeit der Pflanze ist die Reaktionszeit (RT). Die RT variiert zwischen 5 und 9 Wochen und ist abhängig von den Zuchtsorten. Extreme Temperaturschwankungen während der Verdunkelung können besonders ungünstig einwirken auf der Reaktionszeit. Zu hohe Nachttemperaturen (28-32°C) oder zu niedrige Nachttemperaturen (etwa 0-5°C) verzögern die Blütenbildung weitgehend.
Die Blütenbildung entwickelt optimal unter normalen Witterungsbedingungen (Nachttemperatur 12°C-25°C).

In der Theorie wird täglich verdunkelt ab Tag 1 bis zur Blütezeit. Nach dem "Sprossen" der Knospen (= das Eröffnen der Blütenköpfe, ist meistens +/- 28 Tagen) kann die Verdunkelung beendet werden ohne daβ die Wuchsphase der Pflanze aufs neue anfängt. Keinesfalls soll die Verdunkelungsphase (langwierig) unterbrochen werden sonst werden die Blütenform, die Blütezeit und die Qualität der Pflanze ungünstig beeinfluβt. Wir empfehlen Ihnen ausdrücklich um die Verdunkelung korrekt auszuführen besonders während der ersten 14 Tage (ohne Unterbrechung). Ab der dritten Woche ist est erlaubt die Verdunkelung eine Nacht pro Woche auszulassen ohne nachteilige Folgen. Sprühen oder Stutzen ist empfehlenswert während dieser Nächte.

d) Planung:
Beobachten Sie bitte folgende wichtige Anweisungen bei der Aufstellung einer guten Zuchtplanung. Der Enddurchmesser, die Blütezeit, die Topfgröβe, der Standort und die RT sind die wichtigsten Kriterien um eine effektive Planung zu determinieren.

Es ist empfehlenswert daβ die Pflanze am Anfang der Verdunkelung schon etwa 60% des erwarteten Enddurchmessers erreicht hat. Zum Beispiel, wenn man eine Pflanze mit Durchmesser von 50 cm erreichen will, dann soll man am besten schon die Verdunkelung einsetzen bei 30 cm. Passen Sie auf, es ist nicht unbedingt so daβ die Pflanze genau 20 cm wächst während der Verdunkelung. Im Vergleich zu einer kleinen Pflanze wächst eine gröβere Pflanze desto mehr in ein und derselben Wochenanzahl während der Verdunkelung.

 
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